Von Zielen und Vorsätzen

„Bring mich weg von hier!“ ist kein Ziel.

Kennst du dich mit Navigation aus? Ok, mit dem Bild hab ich dich gedanklich erst mal in die Falle gelockt …

Ich vermute, du hast ein Navigationssystem in deinem Auto oder nutzt eine App auf deinem Smartphone, wenn du irgendwohin willst, wo du noch nicht warst. Hast du schon mal versucht, in das Navi „Bring mich weg von hier.“ als Ziel einzugeben oder „Ich möchte dahin, wo die Sonne scheint?“ Dein Navi braucht es da schon etwas konkreter. 

„Bring mich nach Moers, in die Friemersheimer Straße 51.“ leitet dich sicher genau zu mir.

Unser Unterbewusstsein funktioniert hier ähnlich wie ein Navi. „Irgendwann möchte ich fünf Kilo weniger wiegen.“, „Demnächst mache ich Sport.“, „Ich höre bald auf, zu rauchen.“ oder „Wenn ich reich bin, dann …“ – all diese Vorsätze und Wünsche bringen dich jedoch genauso wenig ans Ziel wie die unpräzise Angabe „Bring mich weg …“ im Navi.

Es ist sicherlich kein Geheimnis, wenn ich dir verrate, dass es sinnvoll ist, deine Ziele konkret zu planen. Am besten funktioniert Zielplanung, wenn du dir über deine Werte und großen Ziele im Klaren bist.

Oh, wichtig: Sei ehrlich zu dir selbst! Bist du es nicht, kannst du planen, bis der Arzt kommt, doch du wirst deine Ziele nie erreichen. Glaub mir, ich kenne das genau. Ich hab mir jahrelang selbst was in die Tasche gelogen und mir „fantastische“ Ziele gesetzt, doch ich konnte sie nicht erreichen, weil es einfach nicht die richtigen Ziele waren. Auch heute stolpere ich noch hin und wieder in diese Falle, aber ich werde immer besser darin.

Vielleicht übst du erst mal mit kleinen Zielen. Zum Beispiel: „Ich will fitter werden und deshalb werde ich ab morgen mindestens dreimal pro Woche eine Stunde spazieren gehen.“ Sicher fallen dir noch viele weitere Möglichkeiten ein. Übung macht den Meister – das gilt auch hier. Nicht jeder kann von vornherein mit großen Zielen umgehen. Oft tritt Überforderung ein oder manchmal fehlt einem auch der wirklich große Blick.

Meine persönliche Erfahrung ist, einfach die Möglichkeiten des gehirngerechten Lernens nutzen – gelingende Erfahrungen machen, dadurch persönliche Erfolge generieren und mit diesen Erfolgen wachsen. Ziele begleiten uns unser ganzes Leben, also können wir jederzeit anfangen. 

Dein Unterbewusstsein funktioniert ähnlich wie ein Navi. Je präziser das Ziel, desto besser kommst du an!

Tipp

Überlege dir, was du gerne in den nächsten Wochen erreichen willst. Für mich ideal war der Zeitraum von drei Monaten zur Zielerreichung.

Formuliere dein Ziel möglichst konkret und im Idealfall messbar. Ja, ich weiß – ich möchte fitter werden ist auch nicht so einfach messbar, aber vielleicht kannst du es messbar machen.

Beispiel: Bevor ich mit dem Laufen begonnen habe, war ich immer vollkommen aus der Puste, wenn ich einen Bekannten besucht habe, der im vierten Stock wohnt. Ein schönes Dreimonatsziel wäre also, wenn ich Sascha besuchen könnte, ohne erst mal für ne Viertelstunde ins Sauerstoffzelt zu müssen. Und das kann ich konkret trainieren. Spezifisch, messbar, attraktiv, realistisch und terminiert oder auch SMART 🙂 

Ich arbeite auch heute noch überwiegend mit Dreimonatszielen. Ja, ich habe auch langfristige Ziele.

Diese sind aber eher eine vage Richtung, wo ich hin will. Für mich liegt der Vorteil klar auf der Hand und gerade die aktuelle Corona-Situation hat mich da auch bestätigt. Ich bin viel flexibler, kann besser agieren, mich neu ausrichten und anpassen. 

Ich selber richte meine Ziele nach den fünf Lebensbereichen des Schmiedesterns aus, den ich entwickelt habe. So kann ich sicher sein, dass ich in allen für mich wichtigen Bereichen ein Ziel vor Augen habe. Und fünf Ziele, die in eine Richtung führen, sind für mich auch gut zu erreichen, ohne dass ich mich verzettele.

Als Orientierung verrate ich dir noch die fünf Lebensbereiche des Schmiedesterns: Geist & Seele, Soziales Miteinander, Körper & Gesundheit, Beruf & Lebenssinn und Balance & Freiheit.

Viel Spaß beim Ausprobieren.

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